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G E R D s

E L E V E N T Y

S E E W I N D

Zum Nibelungen Wald

für Lisi

Im hier bereits vorgestellten „Heiligen Tanz des Yü“ habe ich in jener „Station“ des See, worin sich der Himmel unserer Welt annimmt, als unsere „eigentliche Geschichte“, welche in der Dramatik jene aus unserer Cinque Terre im Verein zu übertreffen imstande ist, erwähnt.

Der Weg zum „Himmel in mir“ ist mir da eine Voraussetzung und zeigt sich in jedem Tanz im Durchwandern der ersten vier von acht Charakteren. Doch bei jener christlichen Geste des Sich Annehmens des Himmels der Erde - beziehungsweise des Mich Annehmens meines Nächsten - halte ich öfters inne, weil sich mir hier die meisten Auseinandersetzungen, Fragen und Dramatiken ergeben … Da ist - gleich wie es Thomas Mayer bei der Integration des Corona-Virus in das Weltgeschehen gemeint hat - ein großer Berg zu bewältigen.

 

Aus dem diakonischen Begleiten meines Nächsten in der Aufarbeitung seelischer Wunden (zugefügt in der Vergangenheit, z.B. aus dem sozialen Druck im Familien- oder im Dorfleben), dessen Anfänge und Ansätze ich einst in der evangelischen Studentengemeinde erlebt habe und wo mir der Bedarf an Professionalität (also die „Fähigkeit zur Tat“) begegnet, bin ich auf gesellschaftlicher Ebene auf unser spirituelles Erbe, um dies uns die Nationalsozialisten gebracht haben, gekommen. Es handelt sich dabei z.B. um die verwilderten Pfade der germanischen Mythologie (Titelbild des gleichnamigen Buches links):

Die Mythologie, Bräuche und Welterzählungen der germanischen Kultur wurden durch das Christentum verdrängt und vom Nationalsozialismus ausgebeutet. Paul Wassmann ordnet das vergessene Wissen neu an und positioniert es anschaulich im archetypischen Kontext von C. G. Jungs Psychoanalyse. Jung deutet an, dass jeder Region geheimnisvolle Seiten anhaften, die sich in unbewussten Bildern in der Seele widerspiegeln. Der Verfasser plädiert für eine Wiederentdeckung der nordisch-germanischen Denkweise als Voraussetzung für einen frischen, erneuerten Zugang zu unserem verlorenen historischen und mythologischen Hintergrund.

Bruchstücke davon habe ich einst von meinem Vater in Geschichten erzählt bekommen, jedoch kam es nie zum Aufgreifen dieser … weil eben von den Nazis entstellt und missbraucht … Wahrlich ein dunkler Sumpf und See tut sich da auf ...

Und warum ist der so dunkel und gleicht einem Sumpf oder einem verwunschenen See im Walde ?

Ich denke, weil unsere - uns einst zwingenden und jetzt verblassenden - Traditionen aus fremden Kulturen, wie etwa die römische (mit Katholischem) und die griechische durchgesetzt worden sind. Unsere Traditionen haben sich nicht aus unserer eigenen germanischen Kultur weiterentwickelt, sondern diese ist verdrängt und verteufelt worden. Schließlich im vorigen Jahrhundert um unser spirituelles Erbe gebracht, hat sich inzwischen die, hier schon erwähnte, „Herrschende Leere“ eingestellt. So ergibt sich (mir im Bilde) der „Materialismus“ aus der Schwerkraft ohne ergänzende spirituelle Alternative aus unserem eigenen Kulturkreis.

Wenn wir zudem nur in Städten leben, wo gar nichts mehr natürlich ist, außer dem einen Baum, den man in einer versiegelten Fußgängerzone mit Fahrradcorso gesetzt hat, da leiden wir Menschen als Naturwesen.
Wir können unser Wesen gar nicht voll ausleben, wenn wir nicht immer wieder auch von Natur und Wildnis umgeben sind. Wir sind Vernunftwesen und Zivilisationswesen einerseits
(bei mir mütterlich sozialisiert). Aber wir sind eben auch irrationale Wesen und haben auch ein Stück Wildnis in uns (bei mir väterlich beeinflusst). Dies nicht ausleben zu dürfen, macht auf Dauer krank.

Es wird Zeit beide Seiten miteinander zu versöhnen.

 

Ich denke, die Vergangenheit vermögen wir nicht zu korrigieren, aber professionell mit diakonischer Begleitung und der erforderlichen Zeit aufzuarbeiten.

Um unsere eigene, verloren gegangene, Kultur wieder zu entdecken und gar aufzugreifen bedarf es einer ebenso professionellen Wissenschaft, um Licht in unser Dunkel zu bringen. Es muss aber eine Wissenschaft sein, welche dem Wesen des Verlorenen gerecht wird und uns darin zu integrieren vermag. Ich bin der Rolle des kommentierenden Beobachters, der eigentlich mit all dem nichts zu haben will, leid. Ich muss dabei (dabeisein) sein, ich muss darinnen sein.

Wie schon vorhin erwähnt: Da ist (wohl gemeinsam) ein großer Berg abzuarbeiten, und dieser Beitrag mag nur einer von Vielen sein.

 

Eine Rückkehr zu früheren Zuständen hielte ich für nicht mehr zeitgemäß und eher schädlich für uns. Vielmehr könnten wir auf die Früchte der Aufklärung und Naturwissenschaften aufbauen … kein Mittelalter mehr …

Zum einen schließe ich für seelisch erlebbare Qualitäten und Phänoneme Entsprechungen aus der Naturwissenschaft nicht aus. Als Beispiele erwähne ich „Schweben und Fliegen“, sowie Auf- und Absteigen aus der Luftfahrt (Physik), und eine Eigenschaft zu „Michaeli“ im Jahreslauf an Hand der Sinuskurve (Mathematik). Es mag sich lohnen, Entsprechungen aus der Naturwissenschaft sogar zu suchen.

Zum anderen bemerke ich wohl die Grenzen der Naturwissenschaft, aber die Qualitäten im Denken, etwa wie in der Mathematik, würde ich keineswegs über Bord werfen, wenn ich diese Grenzen überschreiten muss. Vielmehr nehme ich die Früchte mit in eine Geisteswissenschaft. Wäre nicht die Wissenschaft als Interessierte an und Strebende nach der Wahrheit (i.S.v. dass eine Aussage bekanntermaßen richtig ist, in Übereinstimmung mit der Realität der Sach-Verhalten und Tat-Sachen, durch Beweise bestätigt und nachvollziehbar) zu erweitern ?

 

Und so spreche ich im nächsten Beitrag nun weiter in Bildern (m)einer Vision.

Es ist deswegen (nur) eine Vision, weil mir manche Fähigkeiten zur Tat insoferne fehlen, dass ich kein professioneller Therapeut geworden bin … aber ich denke, dererlei wird es geben, welche sich mit Hilfe der Geisteswissenschaft in den verwunschenem See im Walde zu begeben vermögen … Was mir da alles möglich erscheint, vorstelle, und wie es sein könnte, kommt jetzt.

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