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für
Milan
Jeder
Seegang - oder besser: Tauchgang - bedarf (wie im
gewohnt Naturalistischen auch) entsprechender
Konstitution, Vorbereitung und Ausrüstung. Von
der Kirche kenne ich den Begriff der
geistigen Zurüstung, welche ich
hier jedoch nicht bloß intellektuell, sondern
auch seelisch
einer Seelen Sorge dienlich
verstehe.
So nähere ich mich dem See erst, wenn ich
hierzu in der Lage bin.
In
der Eurythmie ist mir dies ansatzweise in der
Umsetzung dramatischer Texte begegnet, und bei
einer Abschluss-Aufführung ist eine Studentin
aus Ungarn auch hingefallen
es ist so
intensiv gewesen
Doch die Herzlichkeit
dieser Gruppe aus Budapest, welche ich gerne mit
Harald besucht hätte, und ihrer leitenden
Mentorin, hat ihr ein Aufstehen und einfach ihr
Weitermachen gestattet. Niemand ist blamiert
worden, keine Peinlichkeit, und im just
erwachsenden Garten der Herzen hat sie
einfach weitermachen können
Auch ich
bin zweimal mit wem zusammengestoßen
eine physische Quart im Augenblick erlebt
aber dann gemeinsam weitergeströmt
einmal humorvoll im Abgang, einmal bloß
weniger Applaus ...
Kurz:
Ein Tauchgang wird mindestens zu zweit
durchgeführt, und es braucht eine
Gemeinschaft, in und aus welcher derartige
Expeditionen durchgeführt werden (können)
Wirkungsort Gemeinde.
Aus
der geistigen Zurüstung bringe ich
die Geisteswissenschaft in übender Weise
mit.
Für
mich im Bilde suche ich als Skorpion die
Unterwasser Höhlen auf, habe jedoch den Adler
in mir, welcher mir meine Beweglichkeit im See
gestattet, und dass sich im Diakonischen und im
Laufe der Zeit die trüben
Gewässer
klären
und sich uns geheime
Pforten
öffnen
die zwei Elixiere für den Charakter des
See.
Ein
Beispiel: Es
ist ja eigentlich überhaupt nicht kompliziert
und (mir) einleuchtend, in den Betrachtungen,
Überlegungen und in der Seelsorge den
Menschen
als Solchen
wahrzunehmen und zu berücksichtigen.
Viel zu oft wird die Person nur auf ihre Attribute,
Funktionen und Rollen reduziert
So aus
meinem Studium einst: Vergesst den Menschen
nicht.
Es
klingt ja vielleicht einfältig, aber die beste
Sicherheit erwächst aus der geläuterten
Moral jener Person selbst, worin sie z.B.
kriminelles Verhalten unterlässt, oder gar
nicht erst ausführt. Das mag ja kindlich-naiv
und meinem Wickie
angesichts der starken Männer eingefallen sein
Aber es ist ein Tatbestand, und das
Sach-Verhalten interessiert sich nicht für
meine Sym- oder Antipathie, oder was ich davon
halte
Das ist eben Realität.
Ob
ich nun den Menschen als (ver-)wandlungs- und
lernfähig einschätze
L
oder diesen aus beliebigen Gründen fallen
gelassen habe, entscheidet, ob mir die
Gewaltfreiheit eine realistische Option für
mein Handeln geworden, oder als Illusion
dahergekommen, ist. Egal, wie dramatisch bis
übertrieben so manche sozialen
Medien über Dies und Jenes
erzählen. Hier
geht es mir jedoch weniger darum, aufzuzeigen,
welche Probleme oder Chancen aus verschiedene
Sichtweisen resultieren (denn dies habe ich bereits
an anderen Stellen getan), sondern um das
Verstehen
um die Vermittelung aus
Verständnis.
Werden
(im Bilde) die zwei Elixiere entwickelt und
angewendet, mag es zu unerwarteten Erkenntnissen
kommen, gleich wie Bernhard aus Floridsdorf in
einer Predigt Lösungen, statt den
Sieg erwähnt hat.
Wie etwa die Wiedererlangung der eigenen
Ursprünge und Kultur
? Die Frische der
Bergluft und der gewonnene Überblick
eröffnen andere Möglichkeiten, und
mitunter geht der einen oder anderen ein Licht auf
Doch
das Weitere im See Schritt für Schritt
Soweit
(m)eine Tag-Sicht, worin ich die
Geisteswissenschaft in übender Weise mitbringe
und sich die trüben
Gewässer
klären.
Glücklicherweise
befinde ich mich auch in einer Gemeinschaft der
Freunde im Glauben, oder hier besser: im Vertrauen
einerseits und in einer Gewissheit, dass Gott
mich sieht,
mich kennt und weiß wer ich bin und brauche,
andererseits
Schon bevor ich verbal bete,
weiß Er, wofür ich bitte
Das
ist (mir) überhaupt kein Widerspruch zu
(m)einer Tag-Sicht, sondern
ergänzt diese durch die
Nacht-Sicht eines verborgenen
Wachstums.
Denn der Herr gibt es den Seinen wirklich im
Schlaf. Da ereignen sich Prozesse, welche vom
analytisch-reflektierenden Tag-Bewusstein
gestört werden würden.
Musikalisch
entspricht (mir) der Tag den Kürzen der
Wissenschaft mit der zupackenden Praxis, und die
Nacht den Längen des stillen verborgenen
Wachstums, worin sich so manche geheime
Pforten zu
öffnen
vermögen, welche zur gegebenen Zeit, zur
passenden Stimmung und Atmosphäre ans
Tageslicht gelangen *).
Mein
Freund Thomas aus Kobersdorf würde dies
vielleicht als einen Rhythmus meiner Lebensmelodie,
meines Liedes, bezeichnen ...
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