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Auch
wenn schon Beiträge in vergangenen Ausgaben
veröffentlicht worden sind, werden einige von
ihnen weiterentwickelt, weil sich in der
Zwischenzeit neuere oder bessere Erkenntnisse
eingefunden haben.
So
ist neulich zur Themenreihe Herz
Frei
Bewegt (und) Alles~Sch~webt
das (zum) Vaterland Mir~werdend
hinzu gekommen, worin jeweils aus mehreren Ausgaben
Beiträge zu einer themenbezogenen
Sonderausgabe gesammelt und laufend
weiterentwickelt werden.
So
auch bei mollig bergauf und
durig bergab an Hand eines
Pilgerweges von Grad, den Ort im Tal,
nach Grad Grad am Berge.
Da wird jetzt die jeweils andere Qualität,
z.B. Dur im bergauf Gehen und Moll im bergab Gehen
oder Künden auch erwähnt, und das Erleben
kompakter erzählt.
Ebenso
hat sich bei Johannes Beitrag
über verschiedene Affenarten im Regenwald der
Fluss, welcher die beiden Arten trennt,
geklärt.
Es ist nicht der Okawango, sondern der Kongo. Ein
interessanter Beitrag mit Bezug zu Europa und
Amerika übrigens.
Verbesserungen
haben sich im Zuge der Weiterentwickelung jetzt
auch bei den Geschichten fortgesetzter
Fantasiespiele
ergeben:
Beim
Erzählen von Geschichten wird ja meist von
idealisierten Vorgängen ausgegangen, damit die
Aussage nicht auch noch von einer alltäglichen
Dramatik belastet oder abgeschwächt wird.
Doch manchmal kann uns auch die - zunächst vom
Ideal abweichende - Dramatik etwas mitteilen. So
habe ich über das
Wüstenabenteuer
der Hydronen nachgedacht, worin
im
Zuge ihrer traditionellen Weltumrundungen die
Hydronen
immer wieder Wüsten erreichen. Es bereitet
ihnen große Freude außerhalb des
üblichen Jahreszyklus Regen in die
Wüste zu bringen und das daraus folgende
Erwachen des Lebens in diesen wie tot wirkenden
Regionen zu beobachten. Bei einem dieser
Zwischenstopps treffen sie auf eine Erscheinung,
die ihnen bisher nicht begegnet ist. Ein
sonderbares blinkendes Luftflimmern. An sich
sind Licht-Erscheinungen für die Hydronen
nichts derart Neues
und der Umstand, dass
es sich um die traditionelle Reise des Volkes
der Hydronen handelt, hat zur Folge, dass sich
keine Forscher unter den Reisenden
befinden.
So
wären die Hydronen beinahe an dieser
Erscheinung vorbeigeflogen.
Freilich
ist uns Autoren ein Gelingen im ersten
Versuch oder beim ersten Mal
für das Erzählen unserer Geschichten
zuträglich. Abweichungen oder gar
Rückschläge machen die Handlungen
kompliziert und schwieriger erzählbar. Aber
ich habe mich dennoch öfters gefragt, wo oft
zuvor die Hydronen an der Erscheinung bereits
vorbeigeflogen sind - etwa aus dem Grund, dass
jenes Volk,
das dann mal die Erscheinung verursacht hat, noch
nicht in die visuelle Sichtbarkeit gelangt ist,
oder eben da mal niemand hingeguckt hat
Wie
oft werden besondere Augenblicke in der Natur
übersehen, z.B. aus Unachtsamkeit oder aus
Ablenkung durch den Alltag. Wie oft übersehen
wir unseren Nächsten ? - eine Frage, die wir
uns in unserer evangelischen Gemeinde in
Floridsdorf gestellt haben
und mit einem
Male bekommen Geschichten einen realen Bezug und
ihre Aussage wird vermittelbar
und die Kunst
berührt
uns
- wird relevant.
Bei
den Geschichten ist daher der Honaulim
Reisen
und Werden auf der Himmelsleiter die vom
Ideal abweichende Situation, dass einer das Ihr
Einfinden in die gemeinsame Gruppe eben einmal
nicht gelingt, eingefügt worden. Mit
derartigen Abweichungen vom idealen Handlungsstrang
ergeben sich vernetzte
Geschichten,
wie etwa mit jenen der Wasser-Tröpfchen aus
einem Geysir,
wo Dinge ein anderen Verlauf nehmen, oder Wesen
einen anderen Weg einschlagen, und wo es dann doch
zu ihrer Integration in das wohlwollende
Weltgeschehen kommen kann.
Das
ist mitunter komplexer, kann aber mehr aussagen und
Hoffnung vermitteln. Vielleicht braucht es
heutzutage Geschichten mehrdeutiger und
verschiedener Wege mit Abzweigungen und
Mündungen, ähnlich einer Auenlandschaft
verschiedener Flußarme, temporärer
stehender Gewässer, Wälder, Sümpfe
und dergleichen
eben den Charakter des
See.
Des
Weiteren ist das Wüstenabenteuer
im Bilde zu einer Geschichte erweitert und in
deren Fortsetzungsreihe aufgenommen
worden.
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